Donnerstag, 19. März 2009

Wenn der Vorhang fällt...

...oder mein Geburtstag in Mexico, dem Land der Kakteen...

... und der Abschied...

Für viel Emotionen haben meine Kollegen und Freunde am Montag gesorgt, da sowohl mein Geburtstag als auch mein Abschied anstand. Geschmückter Arbeitsplatz, Lieblingskuchen, Griffwechsel und das Priveleg jede Frau der Firma zu küssen. Mittags bekann der emotionale Teil, die Mitarbeiter von Pollos Raul wären ähnlich gerührt wie ich als ich den letzten Hühnerschlegel mit feuriger Salsa runtergeschlungen habe. Letzte Fotos am Grill...Die Kollegen salbten die Wunden mit tollen Abschiedsgeschenken und netten Worten. Es ist unfassbar, wie sehr mir diese Menschen in einem Jahr ans Herz gewachsen sind, wieviel wir zusammen gelacht haben, über Deutschland, Mexico, Räuberpistolen geplaudert haben. Es war ein Privileg für mich Teil dieser Gemeinschaft zu sein, akzeptiert zu sein in einem Land das mir fremd war und das ich nun fast so liebe wie mein Vaterland...

Danach ging die grosse Verabschiedungsarie los, Que te vaya muy bien, mucha suerte - ich hab echt hart gekämpft nicht umzukippen.
Aber viel Zeit zum traurig sein blieb nicht, meine liebe Blanca hat mir in Windeseile einen unvergesslichen Geburtstag organisiert. Grill, Kuchen und die Freunde standen bereit, danach gabs noch in der Nacht sämtliche Mexico-Bräuche: das Zertrümmern meiner ersten Piñata fühlte sich echt so an als ob ich nochmal 5 bin und daher liess ich auch die "Kuchentaufe" über mich ergehen. Gracias mi amor por este cumpleaños, nunca lo voy a olvidar!!!



Und was nun?
Das ist die Frage die sich mir seit gestern morgen stellt...Ich packe mit viel Kraftaufwand meine Koffer, gehe nochmal mit den engsten Freunden ein paar Tacos essen, trinke Dosenbier, lache über Luis Lebensweisheiten, lass mich von Ruben verarschen, höre mit Blanquis Mr. Brightside...

Es tut verdammt weh zu gehen, Angie Du hattest so recht...

Aber "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" sagt schon Hermann Hesse, deswegen bin ich bereit morgen von meinen besten Freunden, EUCH, in Empfang genommen zu werden. Ich freue mich riesig auf Deutschland!

Bis morgen (wie geil das ist das zu sagen).

"Tears stream - down on your face when you lose something you can not replace!"

Euer Tobi, Fritz, Klesse, Dr. Land


Der letzte...

Track 20 - The Killers Mr Brightside (it started all with a kiss...)

Donnerstag, 12. März 2009

Mentira #2

7 Tage bleiben noch...Der Standardsatz, der mir momentan aus allen Himmelsrichtungen entgegenschallt, trifft es leider am besten: "Wie schnell doch die Zeit vergeht."
Haette ich jedes Mal einen Tequila trinken muessen als ich diesen Satz gehoert habe, haette ich einiges zu erledigen gehabt.

Und das habe ich gewissenhaft getan, den letzten Samstag fand meine Abschiedsparty statt.
Den Mittwoch vorher habe ich sowohl mit der Einladung als auch mit der Organisation angefangen, Samstags gabs nen eigenen Tacostand auf ner fetten Dachterasse mit Karaokemaschine und 50 Gaesten.

Frei nach der zweiten mexikanischen Luege "La ultima y nos vamos" / "Das letzte Bier und dann gehen wir" wurde diese laue Sommernacht mit viel Cuba Libre und Luftgitarreneinsatz zum Tage gemacht.
Diese Spontanitaet und die leidenschaftliche Art zu Feiern wird mir extrem fehlen...Wie so vieles in Mexico...Aber halt verabschieden werde ich mich an dieser Stelle noch nicht.
Es bleiben ja noch 7 Tage...

Meine Februarerlebnisse habe ich leider noch nicht zum Besten gegeben. Aber es waren eben auch die typischen Mexico-Ereignisse, die dieses Jahr so unglaublich abwechslungsreich und kurzweilig gemacht haben.
Angefangen von einem Wochenende in der Karibik ("Swing life away" in Tulum), ueber ein obligatorisches Endgegnerwochenende (der Hermano berichtete bereits ausfuehrlich, hier klicken), Lucha Libre Veranstaltungen, Slumdog Millonaire schauen (hat jeden Oscar mehr als verdient), Rayados 3:3 gg Toluca, Pollos Raul Frequent Client Pass erwerben, Tacos Essen und nebendem noch das Uebergepaeck analysieren und sich im "Buero" aergern (saludos an Martin und Alex).

Heute fahre ich in ein paar Stunden noch nach Guanajuato - in Zentralmexiko liegt dieser Ort, der als die Wiege der mexikanischen Unabhaengigkeit gilt. Zum Schluss fuehrt es mich also dahin wo alles begann, ein guter Film muss immer mit dem Anfang enden.

Es gruesst, bereits etwas sentimental

El Tobse, Tacostandbesitzer



Track 19 Molotov El Frijolero

Donnerstag, 5. Februar 2009

On a dark desert highway...

Brückentag in Mexico - ein selten vorkommendes Phänomen, dass ebenso freudestrahlende Gesichter erzeugt wie eine Tafel RitterSport Haselnuss.
Entsprechend hoch sind an diesen magischen Daten die Gäste an Cancuns Stränden und damit auch der Gringo-Zuschlag.
Wir beschlossen daher mal wieder etwas gegen den Trend zu unternehmen und statteten der Baja California ihren zweiten Besuch ab.
Bereits Freitag ging es nach einer kurzen, morgendlichen Bierpause in Mexico DF weiter nach San Jose de los Cabos,wo wir unseren wüstenerprobten Renault Clio abgeholt haben und sofort den Roadtrip starteten.
Mit Sonnenschein, eiskaltem Bier und der Karte im Kopf fuhren wir los und bereits nach 10 Minuten begeisterte uns die karge Wüstenlandschaft die wir nun 1600 Kilometer geniessen konnten: ackerbraunes Land, Canyons, das Meer königsblau im Hintergrund, tausende Kakteen...Ich kam mir sofort wieder wie ein Playmobil-spielender Junge vor und erwartete das unser Planwagen sogleich von Pfeilen und wilden kriegsbemalten Indianern heimgesucht wurde.
Die Stille, das unwirtliche Land, die kreisenden Adler und Aasgeier erzeugten die Wüstenromantik die ich mir oft so vorgestellt habe - ich wurde nicht enttäuscht!
Die Baja ist bis auf einige Städte im Süden so gut wie nicht touristisch erschlossen, daher zeigte sich die Schwierigkeit ein Quartier für die Nacht zu finden bereits nach kurzer Zeit. In San Lorenzo de Mattheo, einer kleinen 2000 Seelen Gemeinde, angekommen fanden wir letztendlich ein Bett, Enchiladas Verde und trinkfreudige Reisebegleiter. Mit dieser lebensfrohen Gruppe Mexikaner starteten wir am nächsten Tag auch gleich das Pflichtprogramm der Reise. Mit Valentin, dem weitsichtigen Bootsmann, liefen wir bei nebligen Bedingungen aus und nach kürzester Zeit tauchte das erste Ungetum aus dem Wasser auf - gefolgt von seinem kleinen Baby, das bereits 500 Kilo auf die Waage bringt. Die Rede ist von Grauwalen, die jedes Jahr den weiten Weg aus Alaska zurücklegen um in der stillen und beschützten Bucht Bahia de Magdalena in Mexiko ihre Jungen zu Welt zu bringen. Das planktonhaltige Wasser verleitet die Tiere zum Bleiben, ausserdem können die Mütter hier ihren Jungen das schwimmen beibringen ohne vom angriffslustigen Orkawal attakiert zu werden. Es ist tatsächlich atemberaubend wenn aus der stillen Wasseroberfläche ein so majestätisches Tier auftaucht - leider auch so faszinierend dass die Fotos nicht wirklich einen Eindruck erzeugen können (brauche wohl doch diese günstige Fotoausrüstung Martin :-)
Mit köstlichen Garnelen a la diabla und herrlichsten Wetter liessen wir dieses Naturspektakel noch einmal nachklingen und setzten unsere Reise gen Aguas Verdes fort.

Im renommierten Reiseführer war von "herrlichen Stränden" die Rede.
Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir die ersehnte Abzweigung auf eine "anspruchsvolle" Strecke. 45 km Staubpiste mit Serpentinen und steilen Abhängen liessen uns nicht nur einmal tief durchatmen. Entschädigt wurden wir von dem wahrscheinlich spektakulärsten Ausblick den ich je in meinem Leben hatte.
Diesen durften wir unerwarteterweise auch ein zweites Mal an diesem Tag geniessen, denn in Aguas Verdes gab es wirklich einen herrlichen Strand. Mehr aber auch nicht...Unsere Frage nach einem Quartier wurde mit Kopfschütteln quittiert - der Strand wäre für 60 Pesos unserer gewesen, aber manche Reiseteilnehmer hatten lieber einen Fön statt einem Schlafsack dabei :-)

Allerdings kamen wir so in den Genuss des malerischen Loretos in welchem wir neben guten Betten und einigen Tacos auch ein köstliches Frühstück verzehrt haben.
Tags darauf holten wir den Strand nach: Cabana ohne Strom und Menschen,dafür mit Fisch, Sternenhimmel, Rum und tollen Gesprächen...Am liebsten wären wir länger geblieben, aber eine Vergeltungsaktion der Mädels liess uns nach LaPaz flüchten wo wir einen letzten Sonnenuntergang in der Baja California genossen haben.

Vielen Dank an Steffi und Barbara für einen sehr lustigen Roadtrip, der uns alle gleichermassen ein weiteres Mal die Schönheit Mexikos offenbart hat.


Weitere lustige Bilder wie das hier oben bald HIER!


Es grüßt mit "cool wind in his hair"

El Tobse

PS Man beachte die Umfrage oben auf dr rechten Seite...

Track 18 Gypsie Kings - Hotel California

Montag, 19. Januar 2009

Auswärtssieg!

Lokalsport Querétaro - Am vergangenen Samstag hat eine legendenhafte Trainingsbegegnung zur Vorbereitung für den Wettkampf "Campéon Taqueril" stattgefunden. Der Aussenseiter V. Bär hat den amtierenden Champion S. Bär in deiner denkwürdigen Auseinandersetzung geschlagen. Nachdem die erste Halbzeit noch 8 zu 8 unentschieden endete, zeigte V. Bär in der zweiten Spielzeit das sein Trainingslager Früchte getragen hat. Er deklassierte seinen Kontrahenten und obendrein Bruder mit 13 zu 0. Die Höhe war dem Spielverlauf nicht entsprechend und V. Bär zeigte sich nach diesem Überraschungssieg bescheiden. Insbesondere der Rekord von 56 Tacos, 5 Refrescos und 1 Flan eines unbekannten Dritten lässt ihn nicht vom Gesamttitel träumen. S. Bär zeigte sich bewohnt kampfesbewusst und wollte zu der Niederlage keinen Kommentar abgeben. Lediglich der Flan "sei ein Frechheit" lies er über seine Managementagentur "VallartaStyle" mitteilen.

Endspurt in Mexiko...Das bedeutet auch gleichzeitig, dass die Reisefrequenz wieder erhöht werden muss. Vamonos!
Letztes Wochenende beschlossen Steffi, Barbara und ich Sarah im malerischen Querétaro im Zentrum des Landes zu besuchen. Wir entschieden uns für die Anfahrt den Bus zu nehmen - 9 Stunden über Nacht liess mich erneut trauern, dass die Epoche "Reich und Schön" vorbei zu sein scheint.
In Querétaro wurden wir sogleich von Sarah und dem Hermano Martin in Empfang genommen und von der ersten Minute an mit sagenhafter Gastfreundschaft verwöhnt.
Nach einem ausgedehnten und erklärungsbedürftigen Frühstück (hats eigentlich irgendwer von Euch kapiert?!) ging es mit Sarahs Camioneta auf nach Tula, einer toltekischen Kultstätte in der Nähe Mexico DFs. Neben den berühmten Giganten Tulas genossen wir strahlenden Sonnenschein und beeindruckende Pyramiden.
Erschöpft von soviel Sightseeing ging es in den zauberhaften verschlafenen Ort Tequisquiapan, in welchem wir uns mit Sopa Atzteca, Mariachi Klängen und unbeschreiblich entspannter Atmosphäre stärkten.
Auf dem Heimweg gab es noch einen obligatorischen Taco-Stop und dann ging es auch schon los das Nachtleben zu erkunden.
Sarahs Arbeitskollege José, Emperor Nr1 (ich ziehe mit Respekt meinen Hut) hat uns einen unbeschreiblichen Abend organisiert. Neben den besten Plätzen in der angesagtesten Bar Querétaros organisierte er auch Tequila und Gesang in einem weiteren Laden. Aufgrund dieser Gastfreundschaft und der guten Stimmung in der Truppe gingen an diesem Abend nicht nur einmal die Arme in die Höhe!
Am Sonntag mussten wir nach kurzem Erkunden Querétaros auch leider schon wieder die Segel streichen.
Im Bus träumten wir immer noch von einer abermals tollen Reise, die mich langsam wehmütig werden lässt.
Aber erst langsam...

Es grüsst aus der Stadt Manuel Uribes, dem absoluten Endgegner jedes Tacowettbewerbs,

Tobi

Querétaro


@Sarah: Muchas Gracias. Es war einfach alles perfekt & hellblau! Werden uns bald in Monterrey revanchieren.

Track 17 Johnny Cash - Hurt

Mittwoch, 17. Dezember 2008

La Sorpresa...

"Heimat ist kein Ort - Heimat ist ein Gefühl"
sagte schon Herbert Groenemeyer und deshalb habe ich mich nach 7 Monaten wieder mal in eben diese aufgemacht, und bin letzten Donnerstag die 17stündige Reise angetreten.
Mit 31 Grad im Rücken, dicker Winterjacke im Handgepäck und ohne geringster Vorahnung meiner geliebten Familie kam ich mal wieder in den Genuss und die Bequemlichkeit eines Interkontinentalflugs in der Mittelreihe - wunderschön!

In Amsterdam habe ich entschieden, es wäre mal an der Zeit die Familie zu informieren: nach kurzer Verhandlung ("des bassd mer etz grad net so gut") hat mein Bruderherz Jo mich dann auch am Flieger abgeholt - gracias hermano, Du bist der BESTE und das meine ich mal zur Abwechslung ernst!
Der Rest der Family hat meine überraschende Ankunft auch überlebt, auch wenn wir im Vorfeld Vorkehrungen für diverse Ohnmachtsszenarien durchgesprochen haben...Es war superschön, so muss sich heimkommen anfühlen, vielen Dank an meine Familie...

Samstag stand dann die eigentliche Überraschung auf dem Programm - und auch der Grund für die Geheimhaltung meiner Reise. Der Geburtstag meiner Mama fand dieses Jahr ausnahmsweise (das mein ich auch ernst Mutter, also keine Dummheiten mehr machen) ausserhalb meines so geliebten Altdorfs statt:
Im winterlichen Cham konnten wir zwar noch nicht anstossen, aber danach dafür in der Brauerei Kneitinger zu Regensburg. Feliz cumple Mama!


Jetzt bin ich bereits richtig hier angekommen, überwinde meinen (Achtung BusinessKasperBegriff) Jetlag, trinke Kupfer Spezial und Papas Kaffee, esse Schnitzel, Haxe, Obadzda, Bratwurschdghäck und -brötla, Pfannkuchensuppe, Laugenbrezen, Schinkenbrote, Lebkuchen und Christstollen. Das ideale Trainingslager für die Feiertage, es gibt aber noch einige weitere unerfüllteTasks/Highlights/Herausforderungen wie diverse Döner, Kässpätzle vom Mel, Müllers Restaurant,Souflaki bei Nikos, Currywurst bei Konopkes, Omas Gänsebraten und Stonies Schupfnudeln nach Hausmacher Art (Curryketchup 4tw! + Kanal 55 vs. Ludolffs Collector Edition)

Im Training und in der Arbeit war ich auch schon, ich frag mich gerade ohnehin warum ich das hier alles schreibe -ihr wisst ja eh was ich tue...
Vermutlich weil ich total angeben will was ich alles gegessen habe und wie geil es ist mal wieder in Deutschland zu sein.
Oder damit ihr wisst das ich 1,5 Stunden Sport überlebt habe, daher nehme ich an das die Leberwerte tiptop sind!

Wir sehen uns die Tage.

zB

morgen im Hirsch?
übermorgen um ca. 5 Uhr morgens auf a Schäufele in der Wacht?
20ter in der Halle zur Volksabstimmung "Steff als Weihnachtsmann"?
21ter in der Herrensauna (mit Bob Kelso and Friends)
23ter im Gräf, sambala und furchtbaaaaare, hiemachende Diskussionen?
28ter in Börlin beim SarayImbiss?
31ter in der WG auf Superheldenparty?
3ter in der Mittelreihe im Flugzeug?
dochnet? chingasumadre und kommen sie nach mexico :-)

Ok bissle wärmer könnte es sein.
Frohes Fest und guten Rutsch.

Euer Tobse, Franke



PS Mori, die besten Geburtstagswünsche. Da ich grad nicht weiss ob Du in Tansania, Peru, Lenzenberg oder sonst wo bist widme ich Dir den Spruch den Du auch mir im Kalenderblatt zukommen hast lassen:
"Junge, egal wo Du Dich rumtreibst - einfach abgehn!" :-)


Track 16 Chemical Brothers - Hold tight London

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Destroying my reputation vol.2

Es sind zu viele Bilder...
Ein schwarzer Hahn aus Spanien hat mir geraten den Zufallsgenerator zu bedienen - hier das Resultat...

Destroying my reputation...


Falls Interesse nach mehr besteht - mein Lieblingsessen Lasagne, mein Lieblingsgetränk Wolfshöher vom Fass.

Ein Video muss ich noch präsentieren, bei dem mir dieses Zitat in Erinnerung gekommen ist.

"Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben."
Cicely Saunders



Misol-Ha, Chiapas, México

Disfrutando la vida...


Euer

Tobi F.

Sonntag, 30. November 2008

Viva México cabrónes!

Ein Lebenszeichen...

Sonntag ohne Internet...
Cafésünder TFK sitzt im Starbucks seines Vertrauens(!!! wie tief man sinken kann) und lässt die letzten Urlaubswochen Revue passieren. Einen "Capuccino con leche entera" schlürfend stellt er die Aussichtslosigkeit dieses Unternehmens fest. Am besten wäre es, gar nichts zu schreiben, sich mit einem Cognacschwenker am Kamin zurück zu lehnen und seinen Enkeln zu sagen: "Damals, in Mexiko als mich das Team Zwieback besucht hat...Das waren noch Zeiten..."
Aber irgendwie wäre das respektlos gegenüber den Strapazen die meine Freunde auf sich genommen haben um mir neben ein paar eiskalter Gutmannweizen auch noch einen Adventskalender und Papas Lebkuchen mitzubringen. Das Übergepäck und die Sonne Cancuns ignorierend bedarf eigentlich allein dieser Heldenmut schon einer Würdigung.
Deshalb ist es mir an dieser Stelle eine Ehre, nein ein Privileg, die unglaubliche Reisecrew der letzten Wochen vorzustellen:


Rike, alias "das Tuch"
Höchstanzahl Tacos: 4
Special Skills: Kunstmärkte entdecken, Serpentinenfahren, Salsavorkosterin
bestes Zitat: "Oklahoma"



Tobi, alias Tobsito alias der Vertilger
Höchstanzahl Tacos: -unbekannt-
Special Skills: Hotelschlüssel "verlegen", Topes übersehen, SOL Promotionen mitmachen
bestes Zitat: "Die Salsa ist nicht scharf"



Daniel, alias StoneColdSteveAustin, alias Dr. Unvernunft
Höchstanzahl Tacos: 8 (aber nicht gestanden)
Special Skills: Rum ins Handschuhfach legen, Unterwasserdokus anfertigen, LuchaLibre Moves kopieren
bestes Zitat: "Vacaciones..."


Aggi, alias Sr. Guacamole, alias Mezcalliebhaber alias Eisendarm a.D.
Höchstanzahl Tacos: 6
Special Skills: Topes und Leguane sichten, Übergepäck berechnen, Wellenbrecher (mit sehr viel Style)
bestes Zitat: "CampeTSCHe"


Die Erlebnisse die wir miteinander geteilt haben waren wirklich unbeschreiblich! Von puderweissen Stränden in Tulum, mysteriösen Tauchgängen in Cenoten, Weltwundern ohne Touris wie Chichen Itza und koloniale Städten wie Merida und Oaxaca...Es war ein Traum.
Unser Mietauto hat uns 2000 Kilometer durch Mexiko getrieben, über 200 km lange Serpentinen und 3000 Höhenmetern...Am kristallklaren Meer vorbei, mit Fischrestaurants und "Tacos de la calle". Durch kleine Dörfer in denen die Zeit offensichtlich stehengeblieben ist... Über tausende Topes, mal schnell mal langsam, mal endgegnerhaft hoch, mal bemitleidenswert klein...
In Palenque haben wir ein Extemsportwochenende eingelegt, Pyramiden mit Gutmann, Wasserfälle mit Badehosen und bescheuerten Hüten, Tacowettessen (mit ausschliesslich Verlierern)...
Mexico DF hat uns dann noch den Rest gegeben, Atztekenpyramiden, die grösste Stadt der Welt, aber trotzdem so stylisch wie Berlin, Xochimilco und eine kleine Bootstour...
Ihr merkt es fällt mir schwer alles wiederzugeben.
Daher behalte ich es meinem guten Freund Dr. UNN (danke für die vielen wichtigen Gespräche) vor, ein Fazit über den Urlaub zu ziehen.
"Aggi, wie wars denn in Mexiko?"



Genau...Umwerfend...

Saludos
Euer Tobi

PS
Ich werde jetzt anfangen die unzähligen Bilder zu sortieren und diese dann demnächst hier hochladen.
Ein riesiges "Gracias" an meine Reisegruppe und ich freu mich auf eine Nachlese an Weihnachten.
Ohne Mezcal und Salsa...Versprochen...

Track 15 Molotov - Gimme the Power (Viva México cabrónes...)